Die regelmäßige Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises ist ein wichtiger Treffpunkt für Vereine, die sich mit regionaler Geschichte beschäftigen. Für den Heimatverein Mammolshain bot die Teilnahme an der 80. Sitzung eine gute Gelegenheit, neue Impulse für die eigene Arbeit zu gewinnen und Kontakte innerhalb der Region zu vertiefen.

Historischer Einstieg – Die Motorenfabrik Oberursel im Fokus
Zu Beginn der Sitzung stand eine Präsentation zur Geschichte der Motorenfabrik Oberursel. Sie zeigte anschaulich, wie sich das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat und welchen Einfluss industrielle Prozesse auf gesellschaftliche Veränderungen hatten. Diese Verbindung von Technik- und Sozialgeschichte ist auch für viele Heimatvereine im Taunus von großer Bedeutung.
Plattform für Zusammenarbeit und Digitalisierung
Im Mittelpunkt der Sitzung standen aktuelle fachliche Themen, die viele Geschichts- und Heimatvereine gleichermaßen betreffen. Dabei ging es unter anderem um den Umgang mit bestehenden historischen Inhalten sowie um Möglichkeiten, diese zeitgemäß weiterzuentwickeln und langfristig zugänglich zu machen.
Die Diskussion machte deutlich, wie wichtig es ist, Tradition und moderne Ansätze miteinander zu verbinden, um regionale Geschichte auch für zukünftige Generationen lebendig zu halten.
Inspiration durch Projekte anderer Vereine
Ein zentraler Bestandteil der Sitzung war der Austausch über aktuelle Projekte aus der Region. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig Heimatgeschichte heute vermittelt wird:
– Der Geschichtsverein Usingen e.V. organisiert eine historische Stadtführung am Samstag, den 28. März um 14 Uhr.
– Am Samstag, den 18. April 2026, findet in Friedrichsdorf der „Geschichtstag für Taunus und Main“ statt.
– Die Sonderausstellung „150 Jahre Waldlust (Brendel’sche Mühle) – Quellen und Gewässer in den Grenzen von Gonzenheim vor 1888“ ist im Gonzenheimer Museum in Bad Homburg zu sehen.
Diese Beispiele zeigen klar: Heimatgeschichte lebt heute von kreativen Ansätzen und aktiver Vermittlung – weit über klassische Archivarbeit hinaus.
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Das Werksmuseum – Geschichte zum Anfassen
Ein besonderer Programmpunkt war die Führung durch das Werksmuseum der Motorenfabrik Oberursel. Die Ausstellung beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern vor allem durch die Authentizität der Exponate. Besonders hervorzuheben ist der Siebenzylinder-Umlaufmotor Typ U0. Dieser Motortyp war damals aufgrund seiner Laufruhe und seines geringen Gewichts besonders beliebt. Charakteristisch ist die rotierende Bauweise, bei der sich Zylinder und Gehäuse um eine feste Kurbelwelle drehen.
Ein besonderes Highlight ist zudem ein Hubschrauber vom Typ UH-1D, der als echtes Blickfang-Exponat dient. Dieses Modell wurde von der Bundeswehr übernommen und ergänzt die Sammlung um ein eindrucksvolles Beispiel moderner Luftfahrttechnik.

Besuchen Sie die Website von: Motorenfabrik Oberursel
Fazit und Empfehlung
Die Teilnahme an der Sitzung war für den Heimatverein Mammolshain eine wertvolle Erfahrung. Der Austausch mit anderen Vereinen, neue Ideen sowie die Einblicke in die industrielle Geschichte zeigen, wie lebendig und vielseitig Heimatarbeit heute ist.
Wer sich für Technik und regionale Geschichte interessiert, sollte das Werksmuseum der Motorenfabrik Oberursel unbedingt selbst besuchen – eine Ausstellung, die Geschichte greifbar macht.




