Willkommen beim Heimatverein Mammolshain 1990 e.V.

Wir freuen uns, Sie auf unserer Website begrüßen zu dürfen.
Der Heimatverein Mammolshain e.V. wurde 1990 gegründet. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, die für Mammolshain so besondere Tradition zu bewahren und den Mitbürgern näher zu bringen.

Jahrestermine 2020

Johannes Schiesser beim Neujahrsempfang 2020

Neujahrsempfang am 12.01.2020

Es ist eine schöne Tradition geworden, dass der Heimatverein Mammolshain das neue Jahr mit einem Empfang startet. Der Vorsitzende Bernd Hartmann konnte neben Bürgermeister Leonhard Helm viele Gäste aus dem Mammolshainer und Königsteiner Vereinsleben begrüßen. Mit gewohnter Souveränität berichtete Bernd Hartmann den Gästen aus den Analen des vergangenen Jahres. Seine Stellvertreterin Ingrid Reimer machte anschließend mit den Hinweisen auf die Veranstaltungen des kleinen Vereins im Jahr 2020 neugierig.

Bürgermeister Leonhard Helm nutze seine Neujahrsgrüße um dem Heimatverein zu danken. Das stetige Angebot des Heimatvereins mit den verschiedenen Ausstellungen sei nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Leben in Mammolshain wegzudenken. Auch Ortsvorsteher Hans-Dieter Hartwich grüßte die Gäste mit launigen Worten. Der anschließende, leidenschaftliche Vortrag von Gartenbaumeister Johannes Schießer zum Thema Edelkastanien bewegte viele Zuhörer.

Der Erhalt der stacheligen Edelfrucht in der unmittelbaren Umgebung wird von ihm und einigen wenigen Mitstreitern der AG Edelkastanie mit viel Leidenschaft aufrechterhalten. Die Arbeiten sind indies sehr aufwändig und müssen stetig kontrolliert werden. Denn gerade in der Erntezeit werden von unwissenden, rücksichtslosen und ungebetenen „Erntehelfern“ viele junge Bäume stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Trockenheit, die mit dem stetigen Klimawandel einhergeht, macht natürlich auch den Kastanienbäumen schwer zu schaffen.

Johannes Schießer sieht daher die Gelegenheit, die Landesgartenschau im Jahr 2027 in Königstein durchzuführen, als eine einmalige Chance die Einzigartigkeit Königsteins mit seinen Stadtteilen durch zukunftweisende Maßnahmen zu erhalten. Nach seiner Auffassung können mit den teilnehmenden Fachleuten und auch Klima-Experten durchaus wertvolle Erkenntnisse für die Flora und Fauna in und um Königstein erarbeitet werden.

Der Vortrag des Kastanienexperten Johannes Schießer wurde durch die aktuelle Ausstellung „Edelkastanien in Mammolshain“ perfekt abgerundet. Die Ausstellung ist letztmalig bei der nächsten Öffnung der Dorfstube am 15. März 2020 zu sehen.

Besuch in der Dorfstube

Auf Einladung von Katja Metz hat die neue Stadtarchivarin der Stadt Königstein die Dorfstube des Heimatvereins besucht. Der Vorsitzende des Heimatvereins Mammolshain Bernd Hartmann freute sich über den Besuch von Frau Dr.Alexandra König. Nachdem ihr die Struktur des Dorfstube vorgestellt wurde, interessierte sie sich für die aktuelle Ausstellung zum Thema „Denkmäler und Wegekreuze“ , die ihr von Bernd Hartmann Ausführlich erläutert wurde.

Unsere nächsten Termine

Jahrestagung der Arbeitskreises Heimatvereine

Jahrestagung des Arbeitskreises Heimatvereine fand am 16. März im schönsten Dorfgemeinschaftshaus Hessens (natürlich in Mammolshain

Jahrestagung des Arbeitskreises Heimatvereine fand am 16. März im schönsten Dorfgemeinschaftshaus Hessens (natürlich in Mammolshain

Gespräche, Austausch von Neuigkeiten und vieles andere mehr stand auf der Tagesordnung. Wir freuen uns, dass sich unsere Gäste wohlgefühlt haben ...

Vortrag von Frau Großmann-Hofmann am 10. März

Ingrid Reimer bei der Übergabe eines kleinen Geschenkes an Frau Großmann-Hofmann

Ingrid Reimer bei der Übergabe eines kleinen Geschenkes an Frau Großmann-Hofmann

Ihre Begeisterung für Heimatgeschichte hat Beate Groß-Hofmann als Stadtarchivarin in Königstein vertiefen können. Wie umfassend und damit wertvoll ihre Kenntnisse sind zeigte sich wieder einmal beim Heimatverein Mammolshain, denn dort berichtete sie von „Hexen, Heilwasser und Obstbau“ in Mammolshain. Verschiedenen Autoren wie Rudolf Binding, Josef Kaltenhäuser und Ernst Ritter von Marx haben mit wunderbaren Worten die Lage, Aussicht, die gute Luft und die wunderbaren Früchte wie Erdbeeren, Äpfel, Mirabellen und nicht zuletzt die Kastanien aus Mammolshain beschrieben. 

Felix Mendelssohn Bartholdy schätzte sehr die heilenden Kräfte der Brunnenanlage im Kronthal. Bei seinen Aufenthalten in Bad Soden zog es ihn immer wieder dorthin. Er verlobte sich dort mit 1836 mit Cécile Jeanrenaud, die er ein Jahr später in Frankfurt heiratet.

Auch über die dunklere Geschichte Mammolshains berichtete Beate Großmann-Hofmann - der Hexenverfolgung. Sie wies daraufhin, dass die beiden Vorgänge urkundlich fest dokumentiert sind. 

Anna Melchior aus Mammolshain wurde am 13. Oktober 1600 als „Hexe“ hingerichtet. Weitere Hinweise sind dazu nicht dokumentiert, aber Gründe für eine Denunziation von „unbequemen“ Frauen sind damals schnell gefunden worden. Ihnen z.B. wurden heidnische Bräuche nachgesagt, die Epidemien und schlechte Ernten verursacht haben sollen. Genauso wurde vermutet, dass die Frauen mit „dem Teufel im Bunde“ standen oder sie waren kräuterkundig, was damals vielen Menschen suspekt war.

Eine „Bäckersfrau aus Mammolshain“ sollte 1601 wegen Zauberei durch den Schultheiß Gernhard von Schwalbach „peinlich befragt“ werden. Zeugen sagten aus dass sie etliche Kinder vergiftet haben und diese dann mit teuflischer Materie zu Gift verwandelt haben soll. Sie wurde ins Königsteiner Rathaus (damals vermutlich in der Karlstraße 2) verbracht. Sie konnte allerdings fliehen und vermutlich von ihrem Bruder versteckt werden, der zuvor eine Auslieferung beantragt hatte.

Bernd Hartmann (Vorsitzender) und Ingrid Reimer (Stellvertreterin) bedankten sich sehr herzlich bei Beate Großmann-Hofmann und alle anwesenden freuen sich schon auf ihren nächsten Vortrag beim Heimatverein

Hier gehts zum Foto des neuen - alten Vorstands

Atrikel der Taunuszeitung vom 17. Januar 2018

Vortrag am 10. März von Frau Großmann-Hofmann

Ihre Begeisterung für Heimatgeschichte hat Beate Groß-Hofmann als Stadtarchivarin in Königstein vertiefen können. Wie umfassend und damit wertvoll ihre Kenntnisse sind zeigte sich wieder einmal beim Heimatverein Mammolshain, denn dort berichtete sie von „Hexen, Heilwasser und Obstbau“ in Mammolshain. Verschiedenen Autoren wie Rudolf Binding, Josef Kaltenhäuser und Ernst Ritter von Marx haben mit wunderbaren Worten die Lage, Aussicht, die gute Luft und die wunderbaren Früchte wie Erdbeeren, Äpfel, Mirabellen und nicht zuletzt die Kastanien aus Mammolshain beschrieben. 

Felix Mendelssohn Bartholdy schätzte sehr die heilenden Kräfte der Brunnenanlage im Kronthal. Bei seinen Aufenthalten in Bad Soden zog es ihn immer wieder dorthin. Er verlobte sich dort mit 1836 mit Cécile Jeanrenaud, die er ein Jahr später in Frankfurt heiratet.

Auch über die dunklere Geschichte Mammolshains berichtete Beate Großmann-Hofmann - der Hexenverfolgung. Sie wies daraufhin, dass die beiden Vorgänge urkundlich fest dokumentiert sind. 

Anna Melchior aus Mammolshain wurde am 13. Oktober 1600 als „Hexe“ hingerichtet. Weitere Hinweise sind dazu nicht dokumentiert, aber Gründe für eine Denunziation von „unbequemen“ Frauen sind damals schnell gefunden worden. Ihnen z.B. wurden heidnische Bräuche nachgesagt, die Epidemien und schlechte Ernten verursacht haben sollen. Genauso wurde vermutet, dass die Frauen mit „dem Teufel im Bunde“ standen oder sie waren kräuterkundig, was damals vielen Menschen suspekt war.

Eine „Bäckersfrau aus Mammolshain“ sollte 1601 wegen Zauberei durch den Schultheiß Gernhard von Schwalbach „peinlich befragt“ werden. Zeugen sagten aus dass sie etliche Kinder vergiftet haben und diese dann mit teuflischer Materie zu Gift verwandelt haben soll. Sie wurde ins Königsteiner Rathaus (damals vermutlich in der Karlstraße 2) verbracht. Sie konnte allerdings fliehen und vermutlich von ihrem Bruder versteckt werden, der zuvor eine Auslieferung beantragt hatte.

Bernd Hartmann (Vorsitzender) und Ingrid Reimer (Stellvertreterin) bedankten sich sehr herzlich bei Beate Großmann-Hofmann und alle anwesenden freuen sich schon auf ihren nächsten Vortrag beim Heimatverein